Über Uns   

Eine besondere Sichtweise von Kunst

Unsere Geschichte
Didaktische Ansätze
Philosophie
"Dritter Ort"

Unverhofft: Der einsetzende Start

about

Professionelle Ausstellungen und Kulturveranstaltungen, zusätzlich zu den traditionellen Kreativkursen, bilden den Rahmen für die heutige Form unseres Kulturzentrums. Unser Interesse ist es, neue Werte von Kunst zu vermitteln und dadurch die Verbundenheit der Menschen mit der Kunst zu fördern und so zum kreativen Bewusstsein beizutragen. Kunst ist für uns ein Selbstverständnis und wer von ihr berührt wird, erfährt, wie sie Identität stiftet.

 

about

Das KulturCenter
ist "Dritter Ort"

Der amerikanische Soziologe Ray Oldenburg hat diesen Begriff geprägt. Dieses Phänomen manifestiert sich durch bestimmte, vor allem in kulturellen Milieus anzutreffende Eigenschaften, die es den Gästen ermöglichen, sich selbst wiederzufinden.

 

Geschichte: "Es war vor einiger Zeit ..."

Begonnen hat alles im Jahr 2007: Nach einer intensiven Suche entdeckten Bettina und ich ein geeignetes Anwesen im Zentrum von Ammerbuch-Breitenholz, einer kleinen Gemeinde mit etwa 768 Einwohnern, in Sichtweite des Schönbuchwaldes, zwischen Herrenberg und Tübingen. Der malerische Fachwerkbau hat uns auf Anhieb gefallen. Er deckte vor allem unseren unmittelbaren Bedarf an Atelier- und Lagerraum. Als wir das Gebäude übernahmen, befand es sich in einem baufälligen Zustand und bedurfte einer Generalüberholung. Das 300 Jahre alte, mehrstöckige Bauernhaus hatte viele Generationen des Familienlebens überdauert und sie wäre wahrscheinlich die letzte gewesen, wenn wir keine Schritte zur Wiederherstellung unternommen hätten.

Das Konzept einer Kunstschule und eines Kulturzentrums ließ nicht lange auf sich warten, und schon im September 2007 eröffneten wir die Art-Road-Way Kunstschule mit unserer ersten Malklasse. Schritt für Schritt bauten wir weitere Räume aus, um die Kapazität des Kulturzentrums aufzubessern. Die Jahre 2007 bis 2010 erwiesen sich als die intensivste Bauphase. In konsequenter Arbeit wurde schließlich die Substanz des alten Gebäudes erhalten und in seinen historischen Zustand zurückversetzt, wobei eine moderne Funktionalität der Gebäude keinesfalls vernachlässigt wurde. Wo es um die Arbeit ging, konnten wir auf die Unterstützung vieler Ammerbucher Bürger zählen, von denen viele entweder bei den Bauarbeiten halfen oder die eine oder andere kulturelle Veranstaltung besuchten.

Im Laufe der Jahre hat unser Kulturzentrum viele Gäste empfangen, und die Meinung ist bis heute einhellig: Der warme und rustikale Charakter des Gebäudes ist einzigartig und die Renovierung und Modernisierung des Gebäudes hat viele der historischen und künstlerischen Details wieder zum Leben erweckt.

Ein wichtiger Höhepunkt jeden Monats ist ohne Zweifel unser Kunst- und Kaffeetreff. Bettina Baur hat das Projekt in 2007 initiiert und sich auch durch ihre Backkunst einen beachtlichen Ruf erworben. Traditionell steuert sie zu jeder Ausstellung mindestens 10 Kuchen bei, alles bis ins kleinste Detail zubereitet.

In 14 aufeinanderfolgenden Jahren haben wir über 168 Kunst- und Kaffeetreffen veranstaltet, bei denen in der Regel ein Künstler vorgestellt werde und ein Musiker auftrat. Unser Anliegen ist es, den Wert der Kunst durch Ausstellungen und Kunstvermittlung zu verbreiten und damit ein breites Spektrum von Kunstinteressen in der Region anzusprechen. Nach der Zahl der Presseberichte aus Tübingen und Herrenberg zu urteilen, ist uns dies weitgehend gelungen. Derzeit unterrichten wir Kurse hauptsächlich in Malerei, Zeichnung und "Printmaking" (Radierung und Holzschnitt), die auf zeitgenössische Kunstphilosophie ausgerichtet sind.

Netzwerke sind wichtig für jeden Erfolg! Von Anfang an haben wir vielversprechend mit einer Reihe von Ammerbucher Partnern zusammengearbeitet, mit deren Unterstützung wir unser KulturCenter entscheidend vorangebracht haben, u.a. mit dem Liederkranz-Breitenholz, der Evangelischen Kirche Breitenholz, der Künstler-Vereinigung Ammerbuch und dem Mütze e.V. Breitenholz.

Mit regionalen und überregionalen Partnern haben wir auch viele spannende Kulturprojekte realisiert, vor allem mit dem Künstlerbund Tübingen, der Lebenshilfe Herrenberg e.V., dem Hospiz Stuttgart, der Musikschule Ammerbuch e.V., der Volksbank Entringen, der VHS Herrenberg, Albgut Münsingen oder der Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt, um nur einige zu nennen.

Die Art-Road-Way Kunstschule und das KulturCenter sind doch letztendlich ein Ort, an dem sich Menschen versammeln können, ein so genannter "dritter Ort"; ein Begriff, der von dem amerikanischen Soziologen Ray Oldenburg geprägt wurde. Genauer gesagt ist der "dritte Ort" das Phänomen, das an kulturellen Orten wie dem unsrigen besonders auffällig ist: Sie zeichnen sich typischerweise durch eine gewisse Neutralität aus, wo Menschen kommen und gehen können, wie es ihnen gefällt, und wo sie sich inmitten von Kultur zu Hause fühlen können.

Wir, Bettina Baur und Frederick Bunsen, laden Sie herzlich ein, sich uns anzuschließen!



Unsere didaktische Ansätze am Beispiel der Malerei

1. Systematisch-didaktische Vertiefung des Begriffs "Malerei": Der Teilnehmer lernt kennen, wieso die Malerei einem anderen Stellenwert verdient, als nur "schön" zu sein. Eine Erarbeitung eines neuen Wortschatzes geht aus diesem Prozess hervor, woraus ein methodisches Ansatz erlernt wird.

2. Fokussierung einer Vermittlung von Bildstruktur und Bildkonzept: Der Teilnehmer (männlich und weiblich) lernt mit dieser Art der Konzentration, wie Sinn aus dem Bild hervorgeht, nämlich wenn auf das Gefüge von Bildformen geschaut wird.

3. Verbales Beschreiben des Malprozesses: Der Teilnehmer erkennt, was er verursacht hat, ob z.B. eine Linie als Form sitzt bzw. ob es im Bild integrieren lässt oder verworfen werden müsste.

4. Einüben von freien Malversuchen und Improvisationen: Der Teilnehmer entwickelt eine positive Zuneigung zum Spielen und Experimentieren.

5. Förderung von Lernautonomie, Lernfortschritt und Selbststeuerung, um ein eigenes, authentisches Malen zu schaffen: Der Teilnehmer erlebt sich selbst in der Freiheit des Malens.

Top